Erst gezähmt, dann erlegt
Veröffentlicht am 14.12.2010 von Derk Ehlert
Wildtiere als Neubürger der Stadt werden von den meisten Stadtbewohnern akzeptiert, von manchen gar gepäppelt, bis die Sau den eigenen Garten umgräbt …
Längst ist es keine Seltenheit mehr, wenn Wildschweine durch die Vororte der Großstadt laufen, Füchse im Stadtzentrum Nahrungsreste aus den Abfalleimern holen, Steinmarder landesweit Dachböden und verlassene Schuppen bevölkern, Wildkaninchen auf den Mittelstreifen stark befahrener Straßen leben oder Waschbären ganze Stadtteile besiedeln. Es scheint, als hätten sich einige Tierarten gezielt vorgenommen, den Wald zu verlassen und in den Stadtgebieten nach neuen Lebensräumen zu suchen. (weiterlesen …)
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Der Dachs und die Totenruhe
Veröffentlicht am 10.11.2010 von Kai Pleuser
Längst sind Wildtiere in Großstädten keine Seltenheit mehr. In Bonn gelangte jetzt eine Dachsfamilie zu stadtweiter Bekanntheit. Die Dachse haben sich ausgerechnet den alt-ehrwürdigen Poppelsdorfer Friedhof als Wohnstatt ausgesucht. Hin und wieder liegen Knochenfragmente herum, die die Tiere nachts ausgebuddelt haben. Verständlich, dass Bürger sich über die Störung der Totenruhe beschwerten. Die Stadtverwaltung beauftragte einen Jäger, der aber bis zum Beginn der Schonzeit nicht zum gewünschten Jagderfolg kam.
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St. Hubertus – Jagen in wessen Geist?
Veröffentlicht am 02.11.2010 von Rolf Adler
Zum Hubertustag veröffentlichen wir einen Auszug aus einer Predigt von Rolf Adler von 2003 – heute noch so aktuell wie vor sieben Jahren:
Für Jägerinnen und Jäger, die heute mit dem Anspruch jagen, etwas Sinnvolles und Nützliches zu tun, bleibt Hubertus der Stachel im geschäftigen Fleisch. Eine Art Dorn, der durch Lederhose und Lodenjoppe geht. Hubertus repräsentiert die Frage, nach welchen Mustern wir uns in unserem Alltag aufstellen. Welche Anteile an Natur und Geist, an Natur und Schöpfung wir in uns zusammenbringen. Bringen wir sinnvolles Handeln zustande, haben wir Perspektiven, erarbeiten wir Sinn, oder agieren wir selbstbezüglich und geistlos an den Objekten der Natur? (weiterlesen …)
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Spiel ohne Grenzen?
Veröffentlicht am 19.10.2010 von Dieter Stahmann
Über den Einsatz von Technik im Revier
„Technik ist die Erfindung des Überflüssigen“ sagt Ortega y Gasset in seinen „Betrachtungen über die Technik“ und: „Es ist noch nie etwas erfunden worden, weil es gebraucht wurde.“ Wenn wir an die Dampflokomotive, das Auto oder das Flugzeug denken – sie wurden zunächst sehr kritisch gesehen, und ihre Erfinder mussten hart um die Anerkennung ihrer technischen Entwicklungen kämpfen. Heute geht es nicht mehr ohne sie – wir sind zu ihren Sklaven geworden.
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Vom schwierigen Umgang mit dem Tod
Veröffentlicht am 19.10.2010 von Eckhard Fuhr
Wer auf die Jagd geht, setzt alles daran, ein Tier zu töten. Man kommt um diese Tatsache nicht herum, auch wenn man sich noch so sehr bemüht, sie sprachlich in einem milden oder auch pragmatischen Licht erscheinen zu lassen. Jäger „erlegen“ ein „Stück Wild“, sie „machen Strecke“, oder sie „erfüllen“ den geforderten „Abschuss“. Wie auch immer: Am Ende sind das Reh, das Wildschwein, der Fuchs, der Hase tot. Sie sind zur Beute des Jägers geworden, der darüber eine tiefe Befriedigung empfindet. Um es vorsichtig auszudrücken: Nicht alle Zeitgenossen können dieses Gefühl nachvollziehen.
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